Allgemeines

Nach welchen Regeln wird gespielt?

 

Aus einem Kreis wird eine kleine Holzkugel auf eine Distanz zwischen 6m und 10m geworfen. Eine Mannschaft spielt solange jeweils eine ihrer Kugeln, bis sie besser (näher an der Holzkugel) liegt, als eine gegnerische Kugel. Dann muss wiederum die gegnerische Mannschaft besser legen. Die Aufnahme ist mit der letzten gespielten Kugel zu Ende. Gespielt wird solange, bis eine Mannschaft 13 Punkte hat.

 

Das genaue Regelwerk lernst du beim Spielen. Außerdem sind die Pétanque-Regeln auf der Homepage des Deutschen Pétanque Verbandes (DPV) einzusehen und auch zum Download bereitgestellt.

  

Wie wird gespielt?

 

Formation

Kugeln pro Spieler

Kugeln pro Mannschaft

Bemerkungen

Tête-à-tête (1:1)

3

3

Einer gegen Einen

Doublette

(2:2)

3

6

Zwei gegen Zwei.

Die Mannschaften bestehen aus einem Leger (Pointeur) und einem Schießer (Tireur)

Triplette

(3:3)

2

6

Zusätzlich zum Leger und zum Schießer kommt ein Mittelspieler (Milieu)

(3:2)

3 oder 2

6

Sonderformation bei nur fünf Spielern

Super-Melée

(SM)

3 oder 2

6

Mannschaften werden nach jeder Spielrunde neu zusammen-gemischt. Ein erfolgreicher Spieler spielt immer mit einem weniger erfolgreichen Spieler.

 

Die Kugeln (Boules)

Für das Spiel benötigt du einen Satz Kugeln. Dieser besteht aus drei identischen Metallkugeln.

Für den Einstieg sind Boule-Sets wie man sie z.B. in Spielwarengeschäften bekommen kann völlig ausreichend.

 

Wer aber auf Turnieren spielen möchte, der sollte sich die Zeit nehmen und die für seine Ansprüche geeignete Kugel heraussuchen. Es gibt viele Hersteller, unterschiedliche Größen und Härtegrade bei den Kugeln.

 

In den Pétanque - Regeln sind Kriterien für zugelassene Kugeln festgelegt.

 

- Sie müssen vom F.I.P.J.P. zugelassen sein.

- Sie müssen aus Metall sein.

- Einen Durchmesser von 70,5 mm (Minimum) und 80mm (Maximum) haben.

- Ein Gewicht zwischen 650 Gramm (Minimum) und 800 Gramm (Maximum) haben.

- Hersteller-Logo und Gewichtsangabe müssen auf den Kugeln eingraviert und immer lesbar sein.

- Sie dürfen weder durch Hinzufügen von Metall noch durch Einbringen von Sand verändert werden.

 

Diese sogenannten Wettkampfkugeln kann man bei uns meist nur über das Internet bestellen. Ausnahmen sind Verkaufsstände der Händler auf größeren Turnieren wo man zum Einen gut beraten wird und zum Anderen kann man dort die Kugeln auch in die Hand nehmen und ausprobieren.

 

Die Spieler die schon länger dabei sind haben in der Regel schon mehrere unterschiedliche Kugeln gespielt und geben ihre Erfahrungen auch gern weiter. Dies kann bei der Entscheidung hilfreich sein.

Lizenz

Die Lizenz ermöglicht die Teilnahme an den Meisterschaften (Landesmeisterschaft + Deutsche Meisterschaft) und den sogenannten Lizenzturnieren. Außerdem benötigt man sie für den Ligaspielbetrieb.

 

Die Lizenz des Deutschen Pétanque Verbandes gilt in allen Mitgliedsverbänden des F.I.P.J.P. und ermöglicht so auch die Teilnahme an lizenzpflichtigen Turnieren im Urlaub wie zum Beispiel in Frankreich.

Spielmodi bei Turnieren

Zeitbegrenzung

Vor allem bei Abend- und Winterturnieren wird mit einer Zeitbegrenzung gespielt (z.B. eine Stunde oder 45 Min.). Nach Ablauf der ausgemachten Zeit erfolgt von der Turnierleitung der Hinweis, dass die letzte Aufnahme gespielt wird. In der Regel wird die laufende Aufnahme zu Ende und sollte noch kein Sieger feststehen noch eine weitere Aufnahme gespielt. Steht es dann unentschieden, wird das Spiel um eine weitere Aufnahme verlängert.

Formule (Formel) X

Ein einfaches Turniersystem, das oft auch mit Zeitlimit gespielt wird. Der Sieger eines Spiels erhält 100 Punkte sowie die selbst erzielten Punkte plus die Differenz zwischen eigenen und gegnerischen Punkten.

 

Beispiel:  Team A gewinnt gegen Team B  mit  13:7

 

Team A bekommt 100 Punkte für den Sieg + 13 Punkte für die eigenen im Spiel erzielten Punkte + 6 Punkte für die Differenz eigene Punkte zu gegnerischen Punkten (13-7)   =  119 Punkte

 

Team B bekommt 6 Punkte

 

In der nächsten Runde spielen die jeweils punktbesten Teams gegeneinander.

Schweizer System

In der ersten Runde werden die Paarungen frei gelost. Ab der zweiten Runde werden immer diejenigen zusammengelost, die gleichviele Spiele gewonnen haben. Eventuell wird eine Mannschaft mit weniger Siegen hochgelost.

Gewertet wird in der Regel zunächst nach Buchholzpunkten*, dann nach Feinbuchholzbunkten*. Erst danach kommt das Punkteverhältnis zu tragen. Auf diese Weise fließt die Qualität der Gegner in die Wertung ein.

Gespielt wird entweder so lange bis ein Sieger feststeht oder eine festgelegte und angekündigte Anzahl von Runden.

 

*Buchholzpunkte sind die Siege der Mannschaft, gegen die man gespielt hat. Die Feinbuchholzpunkte sind die Buchholzpunkte der Gegner.